Knut Fuchs - Futtertreiben

Perfektion des Hundesports

Bart Bellon

                                  Voraus-Training

 

Am Ende des Platzes wird ein Hütchen (Verkehrskegel) aufgestellt, auf dem die Beisswurst / Ball usw.. platziert wird. Wichtig ist dabei, dass die Beute für den Hund immer sichtbar bleibt und nicht gesucht werden muß.

Das
Voraus
Kommando ist für den Hund jetzt kein Kommando für eine neue Übung, sondern eigentlich das Freigabe Kommando wie z.b. das ok, d.h. er darf zur Beute rennen, sie holen und danach mit dem HF spielen. Dieses Freigeben wird jetzt erst in unmittelbarer Nähe zur Beute durchgeführt und die Distanz immer weiter vergrößert.
Sobald die Beute vom Hund geholt wurde, legt ein Helfer sofort eine neue, ähnliche Beute auf den Kegel. Der Hund soll dadurch kapieren, immer wenn mich mein Hundeführer zum Kegel schickt, finde ich dort meine Beute und darf spielen, auch wenn er sie gerade in die Tasche gesteckt hat.

Dieses Hinschicken passiert jetzt während dem normalen Training immer mal wieder. Rennt der Hund selbstständig zur Beute und holt sie sich, wird mit Nein abgebrochen und es erfolgt kein Spiel.

Sitzt dieses "Schicken" sicher, dann wird das Platz eingeführt. Platz wird jetzt aus großer Distanz zur Beute eingefordert. Hundeführer gibt Hund mit
Voraus
frei und gibt schon nach 2 - 3 Metern das Platz-Kommando, sodaß der Hund noch im Einflußbereich ist und das Platz sicher ausführt. Nachdem schnellen Platz, kommt sofort die Freigabe und der Hund darf zur Beute. Jetzt wird das Platz immer weiter verlängert und die Distanz zur Beute verringert.

X - Beute

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - gedachte Linie

Allerdings wird das Platz niemals zwischen gedachter Linie (ca. 4 - 6 Meter Distanz zur Beute) gegeben. Hinter der gedachten Linie finden auch niemals Übungen oder Training statt. Für den Hund ist diese Linie sozusagen das Ende des Trainingsplatzes und er holt sich seine Beute ausserhalb des Geländes. Dadurch kann der Hund, entgegen der Fährtenarbeit, keine Verknüpfung zwischen Beute und Platz-Kommando herstellen und das Suchen des Gegenstandes wird verhindert, wie man es sehr oft in Prüfungen sieht. Der Hund nimmt das Platz-Kommando nicht schnell an und sucht sein Spielzeug um sich hinzulegen.

Somit kann auch irgendwann der Kegel verschwinden, da der Hund gelernt hat er muß nur den "virtuellen Trainingsplatz" verlassen, da er dort seine Bestätigung findet. Platz kommt in der Prüfung auch vor der gedachten Linie und somit hat der Hund keinen Konflikt.

Ergänzung: Bereits vorher gibt es nicht nach jedem Platz die Freigabe zur Beute, es sind zwei voneinander getrennte Übungen.

Wichtig ist auch noch, dass die Beute immer am Ende auf der "Arbeitslinie" liegt, d.h. auf der Linie auf der alle Übungen wie Sitz, Platz, Steh und Freifolge durchgeführt werden. Dies prägt sich beim Hund ein.

 

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Aktualisiert am 06.02.2012